Mit großen, neugierigen Augen betrachtete er die bunten Spielsachen, die Futtersäcke und die Regale voller Tierzubehör.
„Herr…“, fragte er schüchtern, „wie viel kosten die Welpen?“
Der Ladenbesitzer, ein Mann mit freundlichem Lächeln, antwortete:
„Zwischen dreißig und fünfzig Real, mein Junge.“
Der Junge griff in seine Hosentasche und holte ein paar Münzen und zerknitterte Scheine heraus.
„Aber… ich habe nur drei Real“, murmelte er.
„Darf ich sie trotzdem sehen?“
Der Mann lächelte sanft und rief:
„Lady! Komm und zeig deine Babys!“
Die Hündin Lady lief fröhlich herein, gefolgt von fünf kleinen, flauschigen Fellkugeln. Doch einer der Welpen hinkte hinterher, deutlich langsamer als die anderen.
Der Junge deutete sofort auf ihn.
„Was hat der denn?“
Der Besitzer seufzte.
„Der Tierarzt hat ihn untersucht. Er hat ein Problem im Hüftgelenk. Er wird sein ganzes Leben lang hinken. Er wird nie so rennen können wie die anderen.“
Doch die Augen des Jungen leuchteten, als hätte er etwas ganz Besonderes entdeckt.
„Den! Genau den möchte ich!“
Der Mann sah ihn überrascht an.
„Nein, nein… den willst du bestimmt nicht. Wenn du ihn wirklich haben möchtest, schenke ich ihn dir.“
Der Junge schwieg für einen Moment. Seine Augen füllten sich mit Tränen, doch seine Stimme klang fest und sicher:
„Ich will nicht, dass Sie ihn mir schenken.
Dieser Welpe ist genauso viel wert wie die anderen.
Ich möchte den vollen Preis bezahlen.
Ich gebe Ihnen jetzt drei Real und dann jeden Monat fünfzig Cent, bis alles bezahlt ist.“
Der Ladenbesitzer schüttelte ungläubig den Kopf.
„Aber… warum willst du ausgerechnet diesen Welpen? Er wird niemals rennen, springen oder so spielen können wie die anderen.“
Der Junge wurde ganz ernst. Er hockte sich hin, zog langsam das linke Hosenbein hoch und zeigte die Prothese, mit der er ging.
Er sah dem Mann direkt in die Augen und sagte ruhig:
„Sehen Sie… ich habe auch kein Bein. Ich kann auch nicht gut rennen.
Und dieser Welpe braucht jemanden, der das versteht.“
Stille erfüllte den Laden.
Der Besitzer kniete sich neben ihn, legte ihm eine Hand auf die Schulter und tat etwas, das ihr Leben für immer verändern sollte.
Er hob den hinkenden Welpen behutsam hoch und legte ihn in die Arme des Jungen.
„Von heute an werdet ihr beide gemeinsam lernen, was es heißt, in eurem eigenen Tempo zu gehen.
Bezahle mich, wenn du kannst. Wichtig ist nur, dass er den richtigen Menschen gefunden hat.“
Der Junge drückte das kleine Hundchen sanft an sich… und der Welpe, als würde er alles verstehen, leckte ihm die Wange — ein Versprechen für eine Freundschaft, die ein Leben lang halten würde.
