Der doppelte Schlag: Wie Diabetes und Herzerkrankungen die Füße gemeinsam belasten

Der doppelte Schlag: Wie Diabetes und Herzerkrankungen die Füße gemeinsam belasten

Imagem: Reprodução

Por Ana

Publicado em 23 de março de 2026

Die Füße können stille Anzeichen ernsthafter Herzprobleme offenbaren.

Diabetes und Herzerkrankungen treten oft gemeinsam auf und stellen in Kombination ein erhebliches Risiko dar.

Laut der American Heart Association (AHA) haben Menschen mit Diabetes ein deutlich höheres Risiko, Herz-Kreislauf-Probleme zu entwickeln.

Die American Diabetes Association (ADA) hingegen bezeichnet diese Krankheiten als die Haupttodesursache unter Diabetikern.

Viele bringen Herzprobleme mit Symptomen wie Brustschmerzen oder Kurzatmigkeit in Verbindung. Doch erste Anzeichen können auch in weiter vom Herzen entfernten Bereichen auftreten – insbesondere an den Füßen.

Dieses Zusammenspiel zu verstehen, ist entscheidend, um schwerwiegendere Komplikationen zu vermeiden.

Der Zusammenhang zwischen Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Gemäß den Pflegestandards der ADA (2024) können über längere Zeit erhöhte Glukosespiegel Schäden an Blutgefäßen unterschiedlicher Größe verursachen.

Dies umfasst:

  • Schäden an kleinen Gefäßen, die zu Komplikationen wie Neuropathie führen.
  • Schäden an größeren Arterien, die Krankheiten wie koronare Probleme und periphere arterielle Verschlusskrankheit begünstigen.

Die AHA betont zudem, dass Diabetes den Prozess der Atherosklerose beschleunigt, der durch die Ansammlung von Plaques in den Arterien gekennzeichnet ist.

Dies erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen in den Beinen.

Bei beeinträchtigter Durchblutung gelangt das Blut erschwert in die Extremitäten, wodurch die Füße besonders anfällig werden.

Warum die Füße besonders leiden

Zwei Hauptfaktoren erklären diesen Zusammenhang:

Periphere Neuropathie

Die periphere Neuropathie ist eine der häufigsten Komplikationen von Diabetes und tritt auf, wenn ein Überschuss an Zucker im Blut die Nerven im Laufe der Zeit schädigt.

Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Taubheitsgefühl;
  • Kribbeln;
  • Brennendes Gefühl;
  • Verminderte Empfindlichkeit gegenüber Schmerz oder Temperatur.

Dieser Sensibilitätsverlust führt dazu, dass kleine Verletzungen unbemerkt bleiben.

Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) tritt auf, wenn sich die Arterien verengen und dadurch die Blutzufuhr zu den Beinen und Füßen reduziert wird.

Als Folge können auftreten:

  • Schwierigkeiten bei der Wundheilung;
  • Erhöhtes Infektionsrisiko;
  • Bildung von Wunden und Geschwüren;
  • In schweren Fällen Gewebsnekrose (Gangrän).

Wenn dieser Zustand mit Neuropathie einhergeht, steigt das Risiko ernsthafter Komplikationen erheblich.

Anzeichen an den Füßen, die auf Herzprobleme hindeuten können

Experten betonen die Wichtigkeit, frühzeitige Anzeichen zu beachten. Einige Symptome an den Füßen können auf Durchblutungsstörungen und sogar auf kardiovaskuläre Risiken hinweisen.

Achten Sie auf Folgendes:

  • Kalte Füße oder eine reduzierte Fußtemperatur, was auf eine beeinträchtigte Durchblutung hindeuten kann.
  • Schwellungen an Füßen und Knöcheln, möglicherweise im Zusammenhang mit Herzinsuffizienz.
  • Schmerzen in den Beinen beim Gehen, die sich in Ruhe bessern (bekannt als Claudicatio intermittens oder Schaufensterkrankheit).
  • Wunden, die langsam heilen oder sich im Laufe der Zeit nicht bessern.
  • Veränderungen der Hautfarbe, wie blasse, bläuliche oder rötliche Töne.

Das erhöhte Komplikationsrisiko

Menschen mit Diabetes haben ein höheres Risiko für Amputationen, insbesondere wenn gleichzeitig Neuropathie und periphere arterielle Verschlusskrankheit vorliegen.

Darüber hinaus kann die periphere arterielle Verschlusskrankheit auf ein umfassenderes Problem im Kreislaufsystem hinweisen und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen.

Das heißt, Veränderungen an den Füßen können ein Warnsignal für etwas Ernsteres im Körper sein.

Wie man effektiv vorbeugt

Sowohl die ADA als auch die AHA empfehlen einfache, aber grundlegende Maßnahmen zur Risikoreduzierung.

Von der ADA empfohlene Pflegemaßnahmen

  • Mindestens einmal jährlich eine vollständige Fußuntersuchung durchführen.
  • Bei erhöhtem Risiko die Häufigkeit der Untersuchungen erhöhen.
  • Die Füße täglich selbst untersuchen.
  • Den Blutzuckerspiegel streng kontrollieren.
  • Bei Wunden oder Infektionen sofort ärztliche Hilfe suchen.

Von der AHA empfohlene Maßnahmen

  • Den Blutdruck kontrollieren.
  • Die Cholesterinwerte im Gleichgewicht halten.
  • Rauchen vermeiden.
  • Regelmäßig körperlich aktiv sein.
  • Ein gesundes Gewicht halten.

Diese Maßnahmen tragen dazu bei, sowohl das Herz als auch die Fußgesundheit zu schützen.

Wann Sie dringend ärztliche Hilfe suchen sollten

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie Folgendes bemerken:

  • Plötzliche Farbveränderungen an den Füßen.
  • Anzeichen einer Infektion, wie Rötung, Wärme oder Eiter.
  • Plötzliche Schwellung.
  • Brustschmerzen, begleitet von Symptomen in den Beinen.
  • Starke und plötzliche Schmerzen in den Beinen.

Die frühzeitige Erkennung dieser Anzeichen kann irreversible Komplikationen verhindern.

Fazit

Die Füße können viel über die Gesundheit Ihres Kreislaufsystems verraten.

Früherkennung und angemessene Pflege sind entscheidend, um schwerwiegendere Probleme zu vermeiden, insbesondere bei Menschen mit Diabetes.

Mehr als nur kosmetische Pflege: Die Beobachtung der Füße ist eine Möglichkeit, das Herz zu schützen.

Sich um Ihre Füße zu kümmern, bedeutet auch, sich um Ihr Leben zu kümmern.

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!

Hinterlassen Sie Ihren Kommentar